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Eine Wandergruppe mit Hund auf einem Weg durch die Hochheide bei Willingen

Ortsteil im Neerdartal

Bömighausen: Dorf am See im Neerdartal

Ein kleiner See, ein enges Tal.

Foto: Tourist-Information Willingen, David Heise

Stand:

Bömighausen liegt im Osten der Gemeinde Willingen (Upland), dort, wo das Upland zum Korbacher Land hin ausläuft. Der Ort ist staatlich anerkannter Erholungsort und hat einen kleinen Badesee mit Campingplatz.

Einwohner
277 (1.7.2024)
Höhe
ca. 415 m
Ersterwähnung
1266
Luftlinie Willingen
ca. 10 km

Bömighausen in Zahlen

Bömighausen ist einer der neun Ortsteile der Gemeinde Willingen (Upland) und hatte laut Gemeinde am 1. Juli 2024 277 Einwohner (Haupt- und Nebenwohnsitze). Das Dorf liegt laut Wikipedia auf etwa 415 m Höhe, rund zehn Kilometer östlich des Kernorts Willingen und etwa acht Kilometer westnordwestlich von Korbach (jeweils Luftlinie). Bömighausen ist ein staatlich anerkannter Erholungsort.

Durch das Dorf fließt die Neerdar, ein Zufluss der Wilden Aa. Hindurch führen die Bundesstraße 251 und die Uplandbahn, die Bömighausen mit einer eigenen Haltestelle an Korbach und Willingen anbindet. Rund um das Dorf liegen der Werbelberg (553,8 m) und die Sonder (582 m).

Die wichtigsten Punkte im Ort. Das Hotel Willinger Mitte liegt in der Briloner Straße im Ortskern. Hoppecke Hotel Willinger Mitte Bahnhof Bahn nach Brilon Wald nach Korbach Talstation Seilbahn Hochheideturm Ettelsberg 838 m Mühlenkopfschanze Skywalk Lagunenbad Kurgarten Ritzhagen Ortskern N Grobe Skizze, nicht maßstabsgetreu
Die wichtigsten Punkte im Ort. Das Hotel Willinger Mitte liegt in der Briloner Straße im Ortskern.

Geschichte: von Bovenchusen zum Ortsteil

Die älteste bekannte Erwähnung stammt laut Historischem Ortslexikon Hessen (LAGIS, zitiert bei Wikipedia) aus dem Jahr 1266: In einer Urkunde des Klosters Bredelar heißt der Ort Bovenchusen. Die Dorfchronik nennt außerdem Urkunden aus den Jahren 1311, 1332 und 1336, die das Bestehen des Dorfes belegen.

Groß war Bömighausen nie. Das Ortslexikon zählt 1541 sieben Häuser, 1770 waren es 17 Häuser mit 105 Einwohnern. Das Dorf gehörte über Jahrhunderte zum Amt Eisenberg der Grafschaft und später des Fürstentums Waldeck. Am 31. Dezember 1971 schloss sich Bömighausen freiwillig mit Eimelrod, Neerdar, Usseln und Welleringhausen zur Gemeinde Upland zusammen, die am 1. Januar 1974 in der heutigen Gemeinde Willingen (Upland) aufging.

Bömighäuser See und Campingplatz

Der kleine See im Neerdartal ist das, wofür Bömighausen bei Gästen bekannt ist. Laut einem in der Dorfchronik abgedruckten Bericht der Waldeckischen Landeszeitung vom 18. Februar 1972 wurde er auf Initiative von Bürgermeister Fritz Behlen angelegt, noch vor dem Zusammenschluss zur Gemeinde Upland. Die Wasserfläche sollte rund 22.500 Quadratmeter betragen.

Heute nennt die Gemeinde für Bömighausen einen Kleinsee zum Baden, einen Campingplatz direkt am Wasser, Schwedenhäuser, einen Kinderspielplatz, eine Kneippanlage und Wanderwege. Wer mit Zelt oder Wohnmobil kommt, findet weitere Plätze in der Gemeinde auf unserer Seite Camping und Wohnmobil.

Kirche, Schule und Viadukt

Eine eigene Kirche hat Bömighausen erst seit 1971. Laut Dorfchronik begannen die Bürger am 17. Oktober 1970, den Rohbau in Selbsthilfe zu errichten, als Sechseck mit 122 Quadratmetern Grundfläche. Am 21. November 1971 wurde die Kirche bei Schneetreiben eingeweiht. Die evangelische Kirchengemeinde gehört laut Wikipedia zur Pfarrstelle Rhena. Das Schulgebäude entstand 1929 nach Plänen des Korbacher Kreisbaumeisters Heinrich Rappold.

Etwa einen Kilometer nördlich des Dorfkerns steht der Bömighäuser Viadukt, eine leicht gekrümmte Bogenbrücke der Uplandbahn mit fünf Bögen. Er wurde 1915 bis 1916 gebaut und 2003 grundlegend saniert. Mehr zu den Brücken der Strecke lesen Sie unter Kirchen und Bauwerke.

Ein kleines Detail für Spaziergänger: Die Chronik beschreibt einen alten Fachwerkspeicher, dessen Balkeninschrift an die Familie Kalhöfer erinnert. Die Chronik weist selbst darauf hin, dass die Balken auch aus einem anderen Haus stammen könnten.

Menschen, Vereine und Wege

Die Vorfahren des Kasseler Bildnismalers August von der Embde (1780–1862) stammen aus Bömighausen: Sein Vater, der Schreinermeister Johann Bernhard Embden, kam laut Wikipedia aus dem Dorf. In Bömighausen geboren wurde der Lehrer und Politiker Friedrich Schalk (1887–1962). Mehr Namen finden Sie unter Persönlichkeiten.

Das Dorfleben tragen laut Ortsbeirat unter anderem Feuerwehr, Schützenverein, Reitverein und Verkehrsverein. Für Wanderer ist der Uplandsteig interessant, der alle neun Ortsteile berührt. Die nächsten Nachbarn sind Welleringhausen (rund 2 km Luftlinie), Neerdar und Eimelrod. Alle Dörfer im Überblick stehen auf der Seite Ortsteile.

Häufige Fragen

Wo liegt Bömighausen?

Im Osten der Gemeinde Willingen (Upland), rund zehn Kilometer Luftlinie östlich des Kernorts und etwa acht Kilometer westnordwestlich von Korbach, im Tal der Neerdar.

Kann man in Bömighausen baden?

Ja. Die Gemeinde nennt einen Kleinsee zum Baden mit Campingplatz direkt am Wasser. Der See wurde 1972 angelegt.

Wie viele Einwohner hat Bömighausen?

Laut Gemeinde 277 Menschen mit Haupt- und Nebenwohnsitz, Stand 1. Juli 2024.

Kommt man mit dem Zug nach Bömighausen?

Ja, die Uplandbahn zwischen Korbach und Brilon Wald hat eine Haltestelle Bömighausen nördlich des Dorfes.

Das Hotel Willinger Mitte mit der Kneipe Kupferkanne an der Briloner StraßeBriloner Straße 6

Mitten drin wohnen

Hotel Willinger Mitte

Bömighausen ist ein schönes Ziel für einen Badetag oder eine Etappe auf dem Uplandsteig. Wer lieber im Kernort Willingen wohnt, parkt am Hotel Willinger Mitte nach Angaben des Hauses kostenfrei und erreicht den Bahnhof zu Fuß in ca. 10 Minuten.

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